Braun B-Box T7 Dashcam mit zwei Linsen zum Filmen von Straße und Cockpit

Die Braun B-Box T7 Dashcam besitzt zwei Linsen: eine herkömmliche, die zur Straße gerichtet ist und eine zweite die sich rotieren lässt. Dadurch filmt sie nicht nur den Straßenverkehr sondern auch die Insassen. 

Wenn man Braun liest, denkt man erstmal an den großen Elektronikhersteller und Produzenten von Rasierern und Haushaltsgeräten. Es gibt aber in der Tat diverse Firmen mit diesem Namen. So gibt es auch die Braun Photo Technik GmbH, die sich überwiegend auf Fototechnik spezialisiert hat. Dazu gehören auch erschwingliche Dashcams wie die Braun B-Box T7, die auf den ersten Blick eine super Allround-Dashcam ist.

  • Auflösung vorne/hinten: FullHD, 30fps / HDReady 60fps
  • Novatek NT96655 Prozessor
  • GPS (in der Halterung)
  • 3″ Display
  • Mikrofon & Lautsprecher
  • Beschleunigungssensor
  • 1x Mikro-USB für Strom
  • max. 64 GB-Speicherkarten

An sich gibt es gewohnte Dashcam-Kost, die den meisten Ansprüchen genügen sollte. Das Display ist angenehm groß und die zweite Linse lässt sich um 270° drehen, sodass man damit ebenfalls die Straße filmen kann. Eine Speicherkarte liegt nicht dabei und GPS ist in der Saugnapfhalterung integriert.

Lieferumfang

  • Dashcam mit Saugnapfhalterung
  • 1x KFZ-USB-Kabel, 1x normales USB-Kabel
  • Dt. Anleitung

Zur Dashcam gibt es nur das Allernötigste. Das gibt Abzüge in der B-Note. Wie schon erwähnt, sitzt der GPS-Empfänger im Saugnapf. Die deutsche Anleitung ist übersichtlich und detailliert verfasst. Eine Speicherkarte muss man separat erwerben. Ich nutze eine 64 GB SanDisk-Karte.

Montage Dual-Lens-Dashcam

Die Installation ist dank Saugnapfhalterung und großem 3″ Display sehr einfach. Das GPS-Kabel wird in die Dashcam gesteckt und das USB-Kabel in die KFZ-Steckdose – fertig. Ich hatte schon lange keine Dashcam mehr mit Saugnapfarm im Test. Ich kann solche Befestigungen auch nur empfehlen, wenn man ständig das Auto wechselt. Denn ansonsten ist die Halterung sehr groß, sodass sie nicht wie die meisten Dashcams mit Klebehalterung hinter dem Rückspiegel verschwindet.

Dazu kommt noch, dass die zweite Linse unter dem Display sitzt wodurch das Gesamtkonstrukt sehr hoch wird und dementsprechend dominant an der Windschutzscheibe sitzt. Der Saugnapf sitzt zwar fest aber bei Temperaturänderungen wird er früher oder später abfallen. Außerdem werden Vibrationen von der Straße deutlich auf die Dashcam übertragen, was sich in der Bildqualität auswirkt.

Bedienung der Dashcam

Dank großem 3″ Display und sechs Tasten lässt sich die Dashcam sehr bequem bedienen. Die Tasten sind intuitiv bedienbar und haben einen guten Druckpunkt. Das Display hat eine sehr gute Auflösung, sodass sich Symbole und Menüeinträge problemlos ablesen lassen. Die zweite Linse befindet sich unter dem Hauptgehäuse und lässt sich um 270° rotieren, sodass sich im Grunde nicht nur der Innenraum sondern auch die Straße filmen lässt. Zudem besitzt nur die zweite Dashcam Infrarot-LEDs um den Innenraum bei Dunkelheit auszuleuchten.

Letztendlich bekommt man mit der Braun B-Box T7 sehr durchschnittliche Technik, die sich aber durch die zweite Linse vom Wettbewerb absetzt. Ich denke, der Einsatz der zweiten Linse ist nicht jedermanns Sache und kommt vermutlich eher für Taxifahrer in Frage. Ich wüsste nicht, wieso man sich selbst filmen sollte. Aber als Personenbeförderer ist es wohl eine nützliche Funktion, falls ein Gast doch mal übergriffig wird oder die Zeche prellt. Hier muss man dann aber ganz klar den Datenschutz hinterfragen und Gäste in jedem Fall vor Fahrtantritt auf die Überwachung aufmerksam machen.

Auswertung der Aufnahmen

Zur Auswertung und Betrachtung der Dashcamaufnahmen macht Braun gar keine Angaben. Es liegt auch keine Software dabei. Ich nutze den Dashcamviewer, der fast alle Dashcamaufnahmen auswerten kann. So auch jene von der Braun-Dashcam. Die GPS-Daten, die sich in den Filmdateien befinden, werden sauber ausgelesen und in Google-Maps dargestellt. Super: Beim Abspielen der FullHD-Aufnahmen werden die Aufnahmen der zweiten Linse automatisch erkannt und synchron per Bild-in-Bild-Verfahren angezeigt.

Loop-Recording

Die Aufnahmen sind standardmäßig drei Minuten lang. Ist die Speicherkarte voll, wird die älteste Aufnahme überschrieben. Pro Linse wird eine Aufnahme mit eigenem Ton aufgezeichnet. Die große Linse mit FullHD erstellt ca. 270 MB große Dateien während die kleine Linse mit HDready 190 MB Dateien erzeugt. In Summe ergibt das dann ca. 7h Filmmaterial, welches auf eine 64 GB-Karte passen würde, ehe die älteste Aufnahme überschrieben wird.

Bildqualität

Der Weitwinkel ist sehr groß, sodass viel aufs Bild passt aber die resultierende Bildqualität ist leider eher unterer Durchschnitt. Während tagsüber die Linsen gute Bilder abliefern, sind die Aufnahmen nachts eher enttäuschend. Die kleine, rotierende Linse liefert auch nur lediglich 720p-Auflösung. Es fehlt insgesamt bei beiden Linsen an Schärfe.

Man darf aber nicht vergessen, dass diese Dashcam mit der Ausstattung sehr günstig verkauft wird. Daran gemessen ist die gebotene Leistung absolut ausreichend. Der Fokus liegt hier eben nicht auf bester Bildqualität sondern einem guten Allgemeinpaket. Und das Paket aus zwei Linsen, GPS und großem Display ist sicherlich für einige Fahrer reizvoll.

Fotos Braun B-BOX T7:

Video bei Nacht

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Video bei Tag

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Kaufempfehlung

Fazit Braun B-BOX T7


Eine Dashcam mit zwei Linsen und Saufnapfhalterung – bestens geeignet für zum Beispiel Taxifahrer – mit eher durchschnittlicher Bildqualität.

Man erhält das Gerät aktuell für EUR 119,95 bei Amazon.


Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.