Street Guardian SG9663DC Dashcam – jetzt mit Heckkamera

Die Street Guardian SG9665GC V3 habe ich bereits vor einiger Zeit getestet. Sie erwies sich als verlässliche Dashcam mit guter Bildqualität und externer GPS-Antenne. Dieses Modell wurde nun evolutionär verbessert und kommt unter anderem mit zusätzlicher Heckkamera.

Ganz nach dem Motto “Never change a running System” wurde die Street Guardian Dashcam nur behutsam weiterentwickelt. Neben der Heckkamera kommt nun ein geringfügig geändertes Gehäusedesign der Hauptkamera zum Einsatz und der verbaute Sony-Sensor wurde aktualisiert. Doch reicht das im hart umkämpften Dashcammarkt?

  • Auflösung vorne/hinten: FullHD (30fps)
  • Sony IMX323 und IMX291 CMOS Sensor
  • GPS (extern)
  • 2″ Display
  • Mikrofon & Lautsprecher
  • Beschleunigungssensor
  • 2x Mini-USB für Strom und Heckkamera
  • Speicherkarten bis 400 GB

Der Bildschirm ist unwesentlich größer geworden und der Prozessor wurde ebenfalls aktualisiert. Statt dem Novatek NT96655, arbeitet nun ein Novatek NT96663 Chipsatz. Dadurch werden nun auch Speicherkarten bis 400 GB unterstützt. Wie eingangs erwähnt verlässt man sich auf bewährte Technik und interne Komponenten und gönnt ihnen lediglich ein Update. Einen AV-Ausgang gibt es nicht mehr.

Lieferumfang

  • Dashcam mit Klebehalterung
  • Heckkamera mit USB-Kabel
  • KFZ-USB Netzteil inkl 3,5 m USB-Kabel
  • 64 GB Speicherkarte
  • Klebepads
  • Dt. Anleitung
  • Stofftasche
  • Aufkleber
  • Polfilter

Gigantischer Lieferumfang lässt keine Wünsche offen.

Der Lieferumfang ist wie gewohnt sehr umfangreich. Es ist alles dabei, was man braucht und noch mehr. Sogar ein Montagekeil liegt bei und diverse Ersatzklebepads. Gegen ungewollte Lichtreflexionen gibt es auch einen aufsteckbaren Polfilter. Sämtliche Kabel sind lang genug.

Street Guardian – die Montage

Bei Street Guardian wird die GPS-Antenne extern verkabelt – sie ist also nicht im Gehäuse integriert. Das hat einerseits den Nachteil, dass man mehr Kabelei hat, andererseits kann man das GPS besser und fehlerfreier ausrichten. Es kann durchaus passieren, dass Fahrzeugsensoren mit dem GPS-Sensor interferieren und ungewollte Störungen auftreten. Dies kann man durch Umpositionieren der GPS-Antenne korrigieren. Nun kommt aber noch die Heckkamera und dessen Kabel dazu. Somit hat man recht viel Aufwand sämtliche Kabel geschickt zu verlegen. Die Dashcam sitzt bei meinem Test mittig oben und die GPS-Antenne rechts oben. Kurios: das Antennen-Kabel ist ca. 80 cm lang und lässt sich mit einer 10 cm Erweiterung verlängern. Darüber hinaus besitzt die Verlängerung einen gewinkelten Stecker. Das Netzteil besitzt leider keinen USB-Port.

Beide Dashcams werden mit einem Klebesockel fest montiert. Als optionales Zubehör gibt es aber auch noch einen Saugnapf zu kaufen. Weniger schön: die Klebepads haften zwar sehr stark aber lassen sich auch recht mühsam wieder entfernen. Die Linsen beider Dashcams lassen sich vertikal um ca. 90° drehen. Dies ist besonders für sehr steile Windschutzscheiben nützlich.

Bedienung

Die deutsche Bedienungsanleitung ist ziemlich spartanisch. Aber meiner Meinung nach braucht man sie auch nicht. Die Dashcam ist optimal vorkonfiguriert und die Kabel lassen sich nur in einer Variante zusammenstecken. Das Gehäuse wurde sinnvoll und logisch weiterentwickelt. Sämtliche Tasten und LEDs liegen nun unter dem Display und lassen sich gut ablesen. Das war beim Vorgänger nicht der Fall. Die Notfalltaste ist wieder mittig und am größten bemessen – sie drückt man wenn man eine wichtige Aufnahme permanent speichern möchte. Sobald Strom anliegt, schaltet sie in ca. 7 Sekunden ein und startet mit der Aufnahme. Das ist ein guter Wert.

Für die Wiedergabe benutze ich den Dashcam Viewer. Er ist in einer kostenlosen Variante verfügbar und unterstützt die Aufnahmen von Street Guardian zu 100%. Standardmäßig wird die Geschwindigkeit nämlich nicht auf dem Video geschrieben sondern lässt sich erst mit dem Viewer auslesen.

Dashcam-Viewer zeigt Geschwindigkeit und Position.

Kurioses Detail: Die Dashcam besitzt Wifi, was aber nirgends erwähnt wird. Weder auf der Verpackung noch im Handbuch. Der Eintrag findet sich im Dashcam-Menü und man kann sich auch damit verbinden. Nur fehlt mir eine passende App um letztendlich auf das Bild und den Einstellungen zuzugreifen. Laut Hersteller folgt eine eigene App erst noch. Apps von Novacam und DOD sollen aber kompatibel sein.

Sehr gute Bildqualität

Die Bildqualität ist wie gewohnt sehr gut. Ich bin sogar der Meinung, dass sie im Vergleich zum Vorgänger noch besser geworden ist. Der Vorgänger hatte regelmäßig mit “Pixelation” zu kämpfen – einer starken Klötzchenbildung. Dies ist mir jetzt nicht mehr unangenehm aufgefallen. Beide Dashcams haben einen Sony-Sensor verbaut. Dadurch arbeiten beide auf einem vergleichbaren Niveau. Sowohl tagsüber als auch nachts können beide Dashcams überzeugen. Dank der hohen Bitrate sind auch die Randbereiche während der Fahrt scharf – was sich eindrucksvoll in den Screenshots der Aufnahmen widerspiegelt. Ich habe aber den Eindruck dass der Weitwinkel etwas reduziert wurde – zumindest macht Street Guardian hierzu keine Angaben mehr. In den Screenshots siehts man deutliche Spiegelungen vom Amaturenbrett. Dies lässt sich mit dem mitgelieferten Polfilter etwas reduzieren. Bei mir kam er nicht zum Einsatz.

Die Dashcam wird standardmäßig mit 30 FPS ausgeliefert. Zur Erinnerung: FPS bedeutet “Frames per Second”. Also Bilder pro Sekunde. So lassen sich die Aufnahmen auch bei der Street Guardian in 60 FPS aufnehmen, was am Ende ein flüssigeres Bild ergibt. Merkwürdigerweise wirbt Street Guardian damit an keiner Stelle. Dies geht offenbar auch nur ohne Heckkamera. Ich persönlich bevorzuge aber nach wie vor FullHD mit 30 Bildern bei jedem System, das ich teste. Dies spart Speicherplatz auf der Karte. Eine Dreiminuten-Aufnahme schreibt etwa 350 MB. Das entspricht in etwa 7 GB pro Stunde. So passen in etwa 4 Stunden Filmmaterial von der Front- und Heckkamera auf die 64 GB Speicherkarte.

Unter dem Strich bekommt man also gute Dashcam-Qualität für einen stolzen Preis. Hier muss genau abgewogen werden, ob man eine Heckkamera wirklich braucht. Denn dies lässt sich Street Guardian teuer bezahlen. Dies ist sicherlich auch dem umfangreichen Zubehör geschuldet.

Fotos Street Guardian SG9663DC:

Video bei Nacht

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Video bei Tag

Bitte bedenken Sie, dass YouTube die Videos nochmals stark komprimiert! Die tatsächlichen Aufnahmen sehen besser aus.

Kaufempfehlung

Fazit Street Guardian SG9663DC


Solide, zuverlässige Dashcam mit sehr guter Bildqualität und Heckkamera. GPS wird per externer Antenne gewährleistet.

Man erhält das Gerät aktuell für EUR 349,00 bei Amazon.
Im Schnitt haben dort 15 Kunden 3.5 von 5 Sternen Sterne vergeben.



Autor: Nic

Ich fahre täglich Auto. In der Großstadt Berlin gibt es viel Verkehr. Oft wünschte ich mir in bestimmten Situation Beweismittel zu haben. Der Trend der Dashcams kommt mir da sehr gelegen. Meine Erfahrungen teile ich mit euch.