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Im Test: Kenwood DRV-830 Dashcam mit GPS und SuperHD

Kenwood DRV-830
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Kenwood sollte jedem Autofahrer ein Begriff sein. So produziert das Unternehmen bereits seit Jahrzehnte diverses Hifizubehör. Da liegt es nahe, Dashcams zu produzieren. 

Der Hersteller ist quasi eine Ikone in der Carhifiindustrie aber nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Unternehmen für Haushalts- und Küchengeräte! Mit der ganz neuen Kenwood DRV-830 möchte Kenwood wohl direkt die eierlegende Wollmilchsau auf den Markt hauen. Die Ausstattungsliste ist sehr lang und einiges zu bieten!

Kenwood hat sich für viel Speichermöglichkeiten entschieden und bietet direkt zwei Slots für MicroSD-Karten von bis zu 128 GB an, was in Summe 256GB entspricht. Das hab ich bisher nur bei iTracker gesehen. Der Lieferumfang ist indes übersichtlich:

Die deutsche Bedienungsanleitung fehlt leider. Diese muss man sich bei Kenwood runterladen. Dafür ist sie aber sehr umfangreich und detailliert ausgearbeitet. UPDATE: Kenwood teilt mir mit, dass die Dashcam ab sofort mit deutscher, gedruckter Bedienungsanleitung ausgeliefert wird. Das beiliegende Stromkabel ist sehr speziell. Es ist wird nicht wie bei fast allen Dashcams per USB angesteckt sondern über einen hauseigenen Stecker. Somit ist man auf jeden Fall an das Originalkabel gebunden.

Man ist gezwungen, das Originalnetzteil zu verwenden.

Ziemlich gut gefällt mir die Klebehalterung. Sie ist sehr klein und besitzt trotzdem ein kleines Kugelgelenk damit man die Dashcam nachträglich trotzdem noch etwas korrigieren kann. Aber leider rastet die Dashcam nicht fest ein. Sie lässt sich recht leicht aus der Halterung nehmen. Bei einem Unfall macht sie so sicherlich einen Abflug.

Einrichtung Kenwood DRV-830

Etwas anspruchsvoll gestaltet sich die Bedienung vom Display. Die Dashcam liegt super in den Händen und die Tasten (rechts drei, unten zwei) lassen sich intuitiv betätigen. Aber das komplette Menü ist in englisch und lässt sich zum Testzeitpunkt in keine andere Sprache umstellen. Etwas Grundkenntnisse sind also von Vorteil! Wer gar kein Englisch kann, greift zur sehr guten deutschen Bedienungsanleitung! Da ich der englischen Sprache mächtig bin, geschieht das Durchklicken durch das umfangreiche Menü sehr flink und ohne Verzögerung. Man merkt richtig, dass der verbaute Prozessor viel Power hat. Auch optisch macht das Menü deutlich mehr her als jene von vergleichbaren Dashcams. Witzig ist zum Beispiel die Montagehilfe, die an ein Videospiel erinnert, wo man Flugzeuge abschießt.

integrierte Montagehilfe der Dashcam

Das Display ist standardmäßig immer an, was ich während der Fahrt als störend empfinde. Schließlich will man sich von einem strahlenden Display nicht ablenken lassen. Die Option zum Abschalten des Displays während der Fahrt ist aber ziemlich versteckt und habe ich auch erst umständlich durch Ausprobieren entdeckt. Im Menü geht man in die Einstellungen zu “Monitor” und dann zu “Operation settings”. Hier wählt man “off”.

Display abschalten

In der alltäglichen Verwendung macht die Dashcam aber einen hervorragenden Job. Sie schaltet extrem flink ein sodass von Motorstart zu Gaspedal so gut wie keine Sekunde fehlt. Ebenso flink ist die Verwendung zum GPS-Satelliten, was bei mir innerhalb von 15 Sekunden der Fall ist. Das ist doch schon sehr erstaunlich. Beides führe ich auf den leistungsstarken Prozessor zurück. Zu diesem macht Kenwood aber leider keine Angaben. Kenwood bewirbt die Dashcam mit QuadHD oder HD-Plus Auflösung. Ich würde es als SuperHD bezeichnen. Die Auflösung ist höher als bei FullHD aber geringer als bei 4K/UHD. Nach meiner Erfahrung genügen aber FullHD für den alltäglichen Gebrauch!

Kenwood bewirbt bei der Dashcam diverse Fahrassistenzsysteme, von denen ich persönlich nichts halte und auch Abstand nehme. Dies überlasse ich lieber den Autoherstellern. Theoretisch kann man sich beim Verlassen der Fahrspur warnen lassen. Aber dies geschieht eben auch dann, wenn man einen regulären mit Blinker ausgeführten Spurwechsel vornimmt. Von daher sind solche Funktionen in einer Dashcam mehr als fragwürdig. Also am besten deaktivieren!

In der Bedienungsanleitung befindet sich ein Abschnitt, der das Filmen beim Parken beschreibt. Hierfür gibt es wohl ein Zubehörkabel, das ich auf der Kenwoodhomepage aber noch nicht entdeckt habe. Der Parkmodus schaltet sich mit diesem Kabel automatisch ein, wenn die Zündung abgeschaltet wurde. Dann ist die Dashcam scheinbar aus und reagiert nur noch auf Kollisionen. Wird das Auto also angerempelt, startet die Aufnahme erst, was aus meiner Sicht zu spät und auch ungenügend ist. Andere Hersteller verbauen zusätzlich einen Bewegungssensor, der hier leider zu fehlen scheint.

Speicherkartenbedarf

Mit diesem Tool kannst du den Speicherbedarf der aufgenommenen Videos berechnen. Als Berechnungsgrundlage wird FullHD in bester Qualität mit Ton verwendet.

GB

Die ausgewählte Speicherkartengröße reicht für:

298 Min.
bzw.
5,0 Std.
bzw.
0,21 Tage
SanDisk Ultra 32GB microSDHC Speicherkarte + Adapter bis zu 98 MB/Sek., Class 10, U1, A1 SanDisk Ultra 64GB microSDXC Speicherkarte + Adapter bis zu 100 MB/Sek., Class 10, U1, A1 SanDisk Ultra 128GB microSDXC Speicherkarte + Adapter bis zu 100 MB/Sek., Class 10, U1, A1 SanDisk Ultra 200GB microSDXC Speicherkarte + Adapter bis zu 100 MB/Sek., Class 10, U1, A1 SanDisk Ultra 256 GB microSDXC Speicherkarte + Adapter bis zu 100 MB/Sek., Class 10, U1, A1

Passende Speicherkarte:

SanDisk Ultra 32GB microSDHC Speicherkarte + Adapter bis zu 98 MB/Sek., Class 10, U1, A1
SanDisk Ultra 64GB microSDXC Speicherkarte + Adapter bis zu 100 MB/Sek., Class 10, U1, A1
SanDisk Ultra 128GB microSDXC Speicherkarte + Adapter bis zu 100 MB/Sek., Class 10, U1, A1
SanDisk Ultra 200GB microSDXC Speicherkarte + Adapter bis zu 100 MB/Sek., Class 10, U1, A1
SanDisk Ultra 256 GB microSDXC Speicherkarte + Adapter bis zu 100 MB/Sek., Class 10, U1, A1

* Achtung: bitte prüfen, ob Speicherkartengröße vom Gerät unterstützt wird!

Aufnahmen auswerten

Die Aufnahmen lassen sich zwar mit dem allseits beliebten Dashcamviewer betrachten, Informationen zu Lage und Standort fehlen aber. Daher empfehle ich bis auf weiteres den Drive Reviewer von Kenwood, der eben genau diese zusätzlichen Informationen präzise anzeigt. Die Abspielsoftware gibt es sogar für Windows und Mac! Komischerweise ließen sich aber die Aufnahmen nur direkt von der Speicherkarte aus abspielen. Wenn ich sie vorher auf die Festplatte kopiert habe, wollte die Software den Ordner mit den Aufnahmen nicht abnehmen.

Drive Reviewer zeigt Lage, Geschwindigkeit und G-Kräfte

Gute Bildqualität

Kommen wir zum entscheidenden Kapitel: der Bildqualität. Diese kann durchaus überzeugen. Dank HDR-Technologie wirkt das Bild tagsüber als auch nachts gleichmäßig belichtet. Die Schärfe geht in Ordnung und es entwickelt sich kein unangenehmes Rauschen. Nachts ist das Bild eigentlich sehr gut. Aber während der Fahrt wirkt es etwas verschwommen – wie eine Art Schleier. Aber Kennzeichen und Verkehrszeichen lassen sich trotzdem noch gut erkennen.

Video durch YouTube stark komprimiert.

Video durch YouTube stark komprimiert.

Kenwood DRV-830

Sehr gute Dashcam mit großem Funktionsumfang und viel Power. Leider wird sie gegenwärtig nur mit englischem Menü ausgeliefert.

  • QuadHD / SuperHD / HD+ (2560× 1440 Pixel) mit 30fps
  • 1/3" CMOS-Sensor
  • GPS
  • 2x128 GB Support
  • 144° Weitwinkel
  • großes 3" Display
  • Lautsprecher und Mikrofon
  • Beschleunigungssensor
  • Fahrassistenzsysteme
  • Dashcam mit Klebepad (schwenkbar)
  • Schnellstartanleitung
  • Stromkabel

Dieses Produkt wurde für den Testbericht zur Verfügung gestellt.

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Meine persönliche Empfehlung besitzt eine sehr gute Bildqualität, GPS und ist sehr klein und handlich.

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Autor:

Nic

Dashcamexperte

Beitrag vom 8.10.2018

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Dashcamtest